Energie sparen zu Hause

Ob beim Heizen, Waschen oder bei der Nutzung elektrischer Geräte: Der Energieverbrauch eines Haushalts setzt sich aus vielen einzelnen Bereichen zusammen. Mit einigen einfachen Gewohnheiten könnt ihr euren Verbrauch besser kontrollieren und unnötigen Energieeinsatz vermeiden.
Foto: Jenko Ataman / Adobe Stock
Unsere Autorin

Anne

Hempel

Expertin für aktuelle Projekte

Ob beim Heizen, Waschen oder bei der Nutzung elektrischer Geräte: Der Energieverbrauch eines Haushalts setzt sich aus vielen einzelnen Bereichen zusammen. Mit einigen einfachen Gewohnheiten könnt ihr euren Verbrauch besser kontrollieren und unnötigen Energieeinsatz vermeiden. Wie groß die tatsächliche Einsparung ausfällt, hängt vom Gebäude, der vorhandenen Technik, dem bisherigen Verbrauch und dem individuellen Nutzungsverhalten ab.

Kommt mit uns auf Energiespartour durch die eigenen vier Wände hier klicken zum Vergrößern

Raumtemperatur passend einstellen

Nicht jeder Raum muss gleich warm sein. Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräume werden unterschiedlich genutzt und können deshalb individuell eingestellt werden. Bei klassischen Heizkörperthermostaten führt eine höhere Stufe nicht dazu, dass der Raum schneller warm wird. Das Thermostat regelt vielmehr, bis zu welcher Raumtemperatur geheizt wird. Achtet darauf, Räume nicht vollständig auskühlen zu lassen. Besonders in wenig genutzten Räumen kann eine zu niedrige Temperatur in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel begünstigen.

Heizkörper freihalten

Damit sich die Wärme im Raum verteilen kann, sollten Heizkörper möglichst frei bleiben. Vermeidet deshalb:

  • Möbel direkt vor dem Heizkörper,
  • lange, dicht anliegende Vorhänge,
  • Verkleidungen vor den Heizflächen,
  • das dauerhafte Trocknen von Wäsche auf dem Heizkörper.

Gluckernde Heizkörper oder Heizflächen, die nur teilweise warm werden, können auf Luft im System oder andere technische Probleme hinweisen. Wenn ihr unsicher seid, sollte die Heizungsanlage durch einen Fachbetrieb geprüft werden.

Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen schließen

Haltet Türen zwischen wärmeren und deutlich kühleren Räumen geschlossen. So gelangt weniger warme und feuchte Luft in unbeheizte Bereiche. Das gilt besonders für Türen zu Kellern, Treppenhäusern, Fluren oder wenig genutzten Zimmern.

Kurz und gründlich lüften

Zum Lüften sollten die Fenster für einige Minuten vollständig geöffnet werden. Ein kurzer Luftaustausch ist in der Heizperiode meist sinnvoller, als Fenster über lange Zeit gekippt zu lassen. Während des Lüftens könnt ihr die Heizkörperthermostate herunterdrehen. Nach dem Schließen der Fenster stellt ihr sie wieder auf die gewünschte Stufe.

Wie häufig gelüftet werden muss, hängt von der Nutzung des Raums und der entstehenden Feuchtigkeit ab. Besonders nach dem Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen sollte feuchte Luft zeitnah nach außen gelangen.

Warmwasser bewusst nutzen

Auch für die Erwärmung von Wasser wird Energie benötigt. Deshalb lohnt es sich, beim Duschen und Händewaschen darauf zu achten, Warmwasser nur dann laufen zu lassen, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Ein wassersparender Duschkopf kann den Durchfluss reduzieren. Achtet beim Kauf auf die Herstellerangabe zum Wasserverbrauch pro Minute und darauf, dass das Produkt zur vorhandenen Installation passt.

An zentralen Warmwasseranlagen sollten Temperaturen nicht eigenmächtig stark abgesenkt werden. Zu niedrige Temperaturen oder längere Stagnationszeiten können hygienische Probleme begünstigen. Änderungen an der Warmwasseranlage sollten deshalb mit einem Fachbetrieb abgestimmt werden.

Waschmaschine und Geschirrspüler gut beladen

Waschmaschinen und Geschirrspüler sollten entsprechend den Herstellerangaben möglichst gut beladen betrieben werden. Eco- beziehungsweise Energiesparprogramme benötigen häufig mehr Zeit, arbeiten dafür aber in der Regel mit niedrigeren Temperaturen und einem angepassten Wasser- und Energieeinsatz. Bei leicht oder normal verschmutzter Wäsche kann häufig eine niedrigere Waschtemperatur ausreichen. Beachtet dabei die Pflegehinweise der Textilien, die Bedienungsanleitung der Maschine und besondere hygienische Anforderungen.

Stand-by-Verbrauch vermeiden

Einige elektrische Geräte benötigen auch dann Strom, wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind. Das kann beispielsweise Fernseher, Spielekonsolen, Computertechnik oder ältere Netzteile betreffen. Abschaltbare Steckdosenleisten können dabei helfen, mehrere Geräte vollständig vom Stromnetz zu trennen. Sie sollten jedoch nicht bei Geräten verwendet werden, die dauerhaft mit Strom versorgt werden müssen. Prüft im Zweifel die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts.

Kleine Schritte statt pauschaler Versprechen

Nicht jeder Tipp führt in jedem Haushalt zur gleichen Einsparung. Entscheidend ist, wo tatsächlich Energie verbraucht wird und welche Maßnahmen zur eigenen Wohn- und Lebenssituation passen. Beginnt am besten mit den Bereichen, die ihr einfach kontrollieren könnt:

  • Raumtemperaturen prüfen,
  • Heizkörper freihalten,
  • kurz und gründlich lüften,
  • Warmwasser nicht unnötig laufen lassen,
  • Geräte vollständig ausschalten,
  • Wasch- und Spülmaschinen gut beladen,

So könnt ihr euren Energieverbrauch Schritt für Schritt besser nachvollziehen und unnötigen Verbrauch vermeiden.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte Ihnen gefallen

Man standing in a garden, using a long pole to clean or adjust solar panels mounted on a house roof above a sliding glass door and window with flower boxes.
Energie & Wärme

Solaranlage prüfen: Das könnt ihr selbst kontrollieren

Photovoltaik- und Solarthermieanlagen sind für einen langfristigen Betrieb ausgelegt. Trotzdem lohnt es sich, ihre Funktion regelmäßig zu kontrollieren. Viele Auffälligkeiten lassen sich erkennen, ohne selbst auf das Dach zu steigen oder elektrische Komponenten zu öffnen.

Weiterlesen »
Nach oben scrollen