Smart Meter – der intelligente digitale Stromzähler

Im Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende ist vorgesehen, den sogenannten „Smart-Meter-Rollout“ zu beschleunigen. Wie intelligente Messsysteme funktionieren, erklärt unser Experte für Netzservice.
Foto: Stadtwerke Meiningen
Unser Autor

Maximilian

Ehrenberg

Experte für Netzservice

Im April hat der Bundestag ein neues Gesetz beschlossen, das die Digitalisierung der Energiewende vorantreiben soll. Am Freitag, den 12. Mai 2023, steht dieses Gesetz auf der Tagesordnung des Bundesrates. Vorgesehen ist darin, den sogenannten „Smart-Meter-Rollout“ zu beschleunigen.

Einfach erklärt: So funktioniert ein Smart Meter

Ein „Smart Meter“ oder auch „intelligentes Messystem“ ist vereinfacht gesagt ein Stromzähler, der mehr kann, als nur den Verbrauch zu zählen. Er besteht aus zwei Komponenten: Einem digitalen Stromzähler und einem Kommunikationsmodul, auch Gateway genannt, das alle 15 Minuten Messwerte an den Netzbetreiber sendet. Zusätzlich speichert das Gerät die Messwerte 60 Tage lang. Ein normaler digitaler Stromzähler besitzt diese Funktionen nicht und muss – anders als der Smart Meter – noch regelmäßig abgelesen werden.

Der Stromverbrauch wird im Haushalt digital gemessen. Der Verbrauch wird über das Gateway alle 15 Minuten an den Netzbetreiber bzw. den Energielieferanten gesendet. So können Energieflüsse annähernd in Echtzeit analysiert werden. Perspektivisch sollen auch Verbraucher ihre Daten bequem am Laptop überwachen können. Böse Überraschungen auf der Verbrauchsabrechnung am Jahresende bleiben so aus – und auch die Umwelt kann geschont werden, indem Energiefresser aufgedeckt und ersetzt werden.

Rollout für die Energiewende

Durch den Einsatz von intelligenten Messsystemen verspricht man sich einen Vorteil für die Energiewende: Durch Elektrofahrzeuge, Solaranlagen oder auch Wärmepumpen steigt der Bedarf an einer gut ausgebauten Strominfrastruktur. Mithilfe der Smart Meter kann der deutlich gesteigerte Verbrauch im Stromnetz besser analysiert und die Netzstabilität verbessert werden.

Geplant ist der „Rollout“, also die flächendeckende Verbreitung, von Smart Metern für alle Haushalte, die einen Jahresverbrauch von über 6000 Kilowattstunden pro Jahr haben sowie für Erzeugungslagen größer als 7 Kilowatt-Peak.

Bei uns in Meiningen ist der Rollout bereits gestartet. Ziel ist es, bis Ende 2025 insgesamt 200 Smart Meter eingebaut zu haben. Alle betroffenen Kundinnen und Kunden werden 3 Monate vorab von uns informiert.

Kommentare

2 Kommentare zu „Smart Meter – der intelligente digitale Stromzähler“

  1. Smart Meter – der intelligente digitale Stromzähler ist eine schöne Sache meine Frage sind diese beiden Geräte Eigentum der Stadtwerke und werden diese auf Kosten der Stadtwerke eingebaut.
    Über eine Antwort würde ich mich Freuen.
    Grüße

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