Projekt Innovative Wärme der Stadtwerke Meiningen

Die Bundesnetzagentur hatte im Jahr 2021 die Förderung von nachhaltigen Projekten ausgeschrieben. Im Dezember 2021 erhielten fünf Projekte mit innovativer Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) Zuschläge. Wir gehören mit einem geplanten iKWK-Projekt zu den "Auserwählten".
Stadtwerke Meiningen – Flusswärmepumpe am Wehr
Unser Autor

Christoph

Sommerfeldt

Experte für Innovation & Zukunftsthemen

Die Bundesnetzagentur hatte im Jahr 2021 die Förderung von nachhaltigen Projekten ausgeschrieben. Im Dezember 2021 erhielten fünf Projekte mit innovativer Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) Zuschläge. Wir gehören mit einem geplanten iKWK-Projekt zu den “Auserwählten”.

Wir als innovativer Energieerzeuger wollen eine Flusswärmepumpe an der Werra errichten. Ein iKWK-System besteht aus mindestens drei energieeffizienten Komponenten:

  • einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, 
  • einer Komponente zur Bereitstellung innovativer erneuerbarer Wärme und  
  • einem elektrischen Wärmeerzeuger.  

Alle drei Anlagen müssen in dasselbe Wärmenetz einspeisen und die „grüne Wärme“ muss mindestens 35 Prozent ausmachen. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass unsere Idee gefördert wird. Mit dem Vorhaben gehen wir technologisch neue Wege und kommen unserer Klimaschutzverantwortung nach“, erklärt Thomas Zingel, der bei uns den Bereich Technik leitet.

Das iKWK-Projekt setzt sich zusammen aus einer zu erneuernden KWK-Anlage, der noch zu errichtenden Flusswärmepumpe und einer Power-to-Heat-Anlage, die ebenfalls noch gebaut werden muss. Die KWK-Anlage in der Goethestraße wird einer grundlegenden Remotorisierung unterzogen. Zwei neue Gasmotoren mit insgesamt ca. 2400 Kilowatt elektrischer Leistung werden dort installiert.

Wärmepumpe Am Wehr

Die Flusswasserwärmepumpe soll Am Wehr entstehen. Hier gibt es einen konstanten Wasserpegel und es sind etwa 100 Liter Wasser pro Sekunde nutzbar. Das entspricht etwa einem Hundertstel des Wassers der Werra, dem die Wärme entzogen wird. Die Leistung liegt bei 2 bis 2,4 Megawatt. Projektleiter Christoph Sommerfeldt: „In den vergangenen fünf Jahren gab es sehr große Sprünge bei der Entwicklung von Wärmepumpen. Zum einen, was den Wirkungsgrad angeht, aber auch in Bezug auf Vorlauftemperaturen.“

Die dritte iKWK-Komponente ist eine Power-to-Heat-Anlage. Sie wandelt Strom in thermische Energie um. Ihr Wirkungsgrad kann bis zu 99 Prozent erreichen.

Durch das iKWK-System wird es möglich sein, das Fernwärmenetz von Mai bis September komplett klimaneutral zu betreiben. Die Genehmigungen für den Bau und die Vernetzung der Wärmepumpenanlage durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz als oberer Wasserbehörde liegen bereits vor. Die Bauleistungen sollen voraussichtlich ab 2023 ausgeschrieben werden.

Mitte 2020 war ein Team vom regionalen Fernsehsender SRF bei uns. Der ausführliche Beitrag erklärt unsere unsere innovativen Projekte sehr anschaulich und ist unter dem nachfolgenden Link abrufbar. Viel Spaß beim Anschauen!

Zum Beitrag beim SRF

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