So wird eure Solaranlage fit für den Sommer

Mit einem kurzen Selbst-Check könnt ihr schnell feststellen, ob eure Solaranlage bereit für die sonnigen Monate ist.
Reinigen der Solarmodule, Bild KI generiert
Unsere Autorin

Madlen

Scholz

Expertin für aktuelle Projekte

Die Tage werden länger, die Sonne zeigt sich immer häufiger und die Temperaturen steigen – und damit beginnt für Photovoltaik- und Solarthermieanlagen die wichtigste Phase des Jahres.

In den warmen Monaten mehr als 80 Prozent des jährlichen Solarertrags erzielt. Umso wichtiger ist es zu prüfen, ob die Anlage noch optimal funktioniert. Frost, Regen, Schnee und herabfallendes Laub können Spuren hinterlassen, die auf den ersten Blick oft gar nicht sichtbar sind.

Mit einem kurzen Selbst-Check könnt ihr schnell feststellen, ob eure Solaranlage bereit für die sonnigen Monate ist.

Ein kurzer Check mit großer Wirkung

Solaranlagen sind äußerst robust und wartungsarm. Dennoch lohnt es sich, regelmäßig einen Blick auf die wichtigsten Komponenten zu werfen. So lassen sich Leistungseinbußen frühzeitig erkennen und größere Schäden vermeiden.

1. Die Module im Blick behalten

Werft einen Blick auf die Solarmodule – idealerweise vom Boden oder aus einem sicheren Fenster heraus. Sind die Flächen frei von Laub, Staub oder Vogelkot? Schon leichte Verschmutzungen können den Ertrag spürbar verringern.
Achtet außerdem auf sichtbare Schäden wie Risse oder auf neue Verschattungen. Gerade Bäume und Sträucher wachsen oft schneller, als man denkt, und können die Sonneneinstrahlung auf einzelne Module beeinträchtigen.
Tipp: Falls eine Reinigung notwendig ist, sollten die Module ausschließlich mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm oder beispielsweise mit einer weichen Bürste auf einem Teleskopreiniger gesäubert werden. Hochdruckreiniger können die empfindlichen Oberflächen beschädigen und sind deshalb tabu.

2. Ein Blick auf die Technik lohnt sich

Auch der Wechselrichter verdient Aufmerksamkeit. Er ist das Herzstück jeder Photovoltaikanlage und wandelt den erzeugten Solarstrom in nutzbaren Haushaltsstrom um.
Kontrolliert, ob Fehlermeldungen angezeigt werden und ob alle sichtbaren Kabel unbeschädigt erscheinen. Ungewöhnliche Geräusche wie starkes Brummen oder Knacken können ebenfalls Hinweise auf technische Probleme sein.

3. Erträge vergleichen

Viele Anlagenbesitzer können die Leistung ihrer Anlage bequem per App verfolgen. Alternativ hilft ein Blick auf den Zählerstand. Vergleicht die aktuellen Erträge mit den Werten aus dem Vorjahr. Kleinere Schwankungen sind normal, deutliche und unerwartete Rückgänge sollten jedoch genauer untersucht werden.

Sicherheit geht immer vor

Auch wenn die Versuchung groß ist: Steigt bitte niemals selbst auf das Dach, um eure Solaranlage zu kontrollieren oder zu reinigen. Das Unfallrisiko ist erheblich, zudem könnten Module oder Befestigungen beschädigt werden.

Ebenso sollten Gehäuse von Wechselrichtern oder anderen elektrischen Komponenten niemals eigenmächtig geöffnet werden.

Wenn eure Anlage dauerhaft Fehlermeldungen anzeigt, sichtbare Schäden aufweist oder die Leistung ohne erkennbaren Grund sinkt, solltet ihr einen Fachbetrieb hinzuziehen. Geschulte Handwerker erkennen auch versteckte Schäden und können notwendige Arbeiten sicher und fachgerecht durchführen.

Gut vorbereitet für die sonnige Jahreszeit

Ein solcher kurzer Check kostet nur wenige Minuten, kann aber dazu beitragen, den Solarertrag zu sichern und teure Reparaturen zu vermeiden. So ist eure Solaranlage bestens vorbereitet, um die sonnenreichsten Monate des Jahres optimal zu nutzen.

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